Österreichische Vereinigung der Zellstoff- und Papierchemiker und -techniker
Vereinsgeschichte
Der Verein wurde 1912 gegründet als Österreichisch-Ungarischer Verein der Zellstoff- und Papierchemiker. Von 1930 bis 1938 bildete er die Österreichische Bezirksgruppe in Wien des Deutschen Vereins der Zellstoff- und Papierchemiker und –Ingenieure. Diese ging in den späteren Jahren im Zellcheming auf. Von 1948 bis 1951 war der Verein eine Untergruppe des Vereins der Österreichischen Chemiker. 1952 erfolgte die Neugründung.
Vereinszweck
Der Zweck des Vereins ist:
- die Förderung der wissenschaftlichen Arbeit für die Zellstoff- und Papierindustrie
- die Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch in Ausschüssen und Arbeitskreisen
- die Koordination und Vertretung der Interessen gegenüber dem Ausland
Mitglieder
Der Verein besteht aus ordentlichen Mitgliedern, Firmenmitgliedern, Ehrenmitgliedern, studentischen Mitgliedern und Mitgliedern im Ruhestand. Der Mitgliederstand beträgt derzeit 225. Laut Satzung können ordentliche Mitglieder alle Personen werden, die für die Zwecke des Vereins besonderes Interesse nachweisen. Als Firmenmitglieder können juristische Personen aufgenommen werden, deren Aufgabe oder Geschäftszweck den Vereinszwecken entspricht. Studentische Mitglieder sind alle natürlichen Personen, die im Studium an einer Hochschule oder Fachschule stehen.
Vereinsführung
Geleitet wird der Verein von einem dreiköpfigen Präsidium, das vom Vorstand für jeweils drei Jahre gewählt wird. Der Vorstand trifft sich mehrmals im Jahr zu Sitzungen bzw. Workshops und Seminaren.
Für das Tagesgeschäft sind zwei ehrenamtliche Geschäftsführer verantwortlich, die auf fünf Jahre vom Vorstand bestellt sind. Zu jedem Jahreswechsel wird ein Prüfungsbericht über die Finanzen des Vereins erstellt, der zwei Rechnungsprüfern vorgelegt werden muss, bevor die Generalversammlung die Entlastung beschließt. Die aktuellen Mitglieder des Vereinspräsidiums, des Vorstands, der Geschaftsführung und die Rechnungsprüfer finden Sie unter Vereinsführung.
Internationale Gremien
Auf europäischer Ebene ist der Verein Mitglied der EUCEPA (European Liaison Committee for Pulp and Paper) in Paris.
Auszeichnungen
Für herausragende Verdienste um die wissenschaftlich-technologische Entwicklung der Zellstoff- und Papierindustrie verleiht der Verein das Dr. Carl Kellner – Ehrenzeichen. Es ist benannt nach Dr. Carl Kellner, dem Erfinder des Bisulfitzellstoffaufschlussverfahrens 1872. Die Preisträger finden Sie unter Auszeichungen.
Ehrenmitglieder können Personen werden, die hervorragende Verdienste auf dem Fachgebiet in wissenschaftlicher oder technischer Hinsicht aufweisen oder sich sonst um die Förderung des Vereins und seiner Ziele verdient gemacht haben sowie die leitenden Vertreter befreundeter Organisationen.
Für die größten Verbesserungen wird jährlich an ein Unternehmen der österreichischen Zellstoff- und Papierindustrie der ÖZEPA – Arbeitssicherheitspreis vergeben – siehe Ausschüsse - Arbeitssicherheit.
Ausschüsse und Arbeitskreise
Die fachliche Tätigkeit wird in einer Reihe von Ausschüssen und Arbeitskreisen sowie Arbeits- und Projektgruppen geleistet. Je nach Arbeitsanfall und Notwendigkeit treffen sich die Gremien mehrmals pro Jahr. Den Vorsitz in den einzelnen Ausschüssen und Arbeitskreisen führen Mitglieder des ÖZEPA - Vorstandes. Die Arbeits- und Projektgruppen werden von Fachleuten geleitet. Experten von Fachorganisationen, Behörden, Unternehmen, Instituten, Hochschulen bzw. Universitäten werden zu Fachfragen herangezogen und arbeiten an Problemlösungen mit.
Im Auftrag der Austropapier, der Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie, wird auf Fachebene Lobbying und Öffentlichkeitsarbeit vorbereitet.
Veranstaltungen
In Zusammenarbeit mit dem Akademischen Papieringenieur-Verein an der Technischen Universität Graz wird seit 1988 jährlich die Papierfachtagung in Graz und die Herbsttagung mit einem Mitgliedsbetrieb veranstaltet – aktuelle Hinweise siehe Veranstaltungen.